Große Unternehmen haben Leadership-Programme, Trainingskataloge und Netzwerke für ihre Führungskräfte. Kleine Unternehmen haben dagegen kurze Wege, persönliche Beziehungen und Führungskräfte, die jeden im Team kennen. Genau an dieser Stärke knüpft Coaching an.
Trotzdem höre ich von Geschäftsführern oft dieselbe Frage: „Sind wir für Coaching nicht zu klein?“ Meine Antwort ist ein klares Nein. In diesem Artikel zeige, warum 1:1-Coaching gerade in kleinen Organisationen eine sinnvolle Maßnahme ist.
Irgendwann kann die Geschäftsführung nicht mehr alles selbst führen. Dann übernimmt jemand aus dem Team Verantwortung, meist die beste Fachkraft. Oft werden gute Experten zu Führungskräften befördert. Das Ergebnis: Überforderung in der Sandwich-Position und im schlimmsten Fall eine hohe Fluktuation im Team.
Das liegt nicht an mangelndem Talent. Es liegt daran, dass Führung eine andere Aufgabe ist als Fachexpertise. Und daran, dass in kleinen Unternehmen niemand da ist, der diesen Wechsel begleitet.
In großen Unternehmen tauschen sich Führungskräfte mit Kollegen auf derselben Ebene aus. In kleinen Unternehmen fehlen diese Kollegen. Mit der Geschäftsführung sind manche Themen heikel, mit dem eigenen Team unmöglich.
Wer führt, bleibt mit seinen Fragen dann oft allein. Coaching schafft genau diesen Raum: einen neutralen Sparringspartner, mit dem Ihre Führungskraft vertrauensvoll über das sprechen kann, was sie gerade beschäftigt.
Ein Seminar arbeitet mit Fallbeispielen. Im Coaching arbeiten wir an den echten Situationen Ihrer Führungskraft: am schwierigen Mitarbeitergespräch, an einem Konflikt im Team oder an der Frage, wie sie Aufgaben abgibt, statt alles selbst zu machen.
Das passt zu kleinen Unternehmen. Sie arbeiten ohnehin persönlich und individuell. Genau so funktioniert auch Coaching.
Vielleicht ist Ihre Führungskraft zum ersten Mal in dieser Rolle. Plötzlich warten ganz andere Aufgaben auf sie als in der Fachrolle davor: Prioritäten setzen, Feedback geben, Entscheidungen vertreten.
Reflexion und Sparring helfen, dabei den Überblick zu behalten und in die Rolle hineinzuwachsen. Coaching ist deshalb kein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Es ist ein Zeichen, dass Sie in einen Menschen investieren, den Sie halten und weiterentwickeln wollen.
Zum Start legen wir gemeinsam mit Ihnen die Ziele fest: Was soll sich verändern, und woran merken wir das? Die Inhalte der einzelnen Sessions bleiben vertraulich.
Genau deshalb kann sich Ihre Führungskraft öffnen. Und Sie wissen trotzdem, woran gearbeitet wird.
Die direkte Führungskraft hat großen Einfluss darauf, ob Mitarbeiter bleiben. Laut Gallup gehen 70 Prozent der Unterschiede in der Mitarbeiterbindung zwischen Teams auf die direkte Führungskraft zurück. Verlässt eine gute Fachkraft das Unternehmen, kostet die Nachbesetzung typischerweise ein Jahresgehalt.
Die Kosten für Coaching betragen einen Bruchteil davon.
Die Wirkung von Coaching ist gut erforscht. Meta-Analysen zeigen mittlere bis starke Effekte, am besten wirken meist vier bis acht Sitzungen.
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